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Aktuelle Interviewstudie: Digitale Bildung für Frühpädagogische Fachkräfte in der Programmplanung

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  • 20 Feb. 2026
Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf sämtliche Lebensbereiche, dazu zählen auch Kitas. Von den pädagogischen Fachkräften erfordert dies neue Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen: ob digitale Dokumentation, die Online-Kommunikation mit Eltern oder die Förderung digitaler Kompetenzen der Kinder – die Anforderungen an frühpädagogische Fachkräfte in Kitas wachsen stetig. Hier ist Fort- und Weiterbildung gefragt, die für die Qualifizierung des Personals eine entscheidende Rolle spielt.

In einer aktuell publizierten, qualitativen Interviewstudie untersucht Freya Müller (WiFF) wie Weiterbildungsprogramme geplant werden und welche Erfahrungen Programmplanende im Bereich früher digitaler Bildung machen. Hierfür wurden 16 Programmplanende interviewt und die gewonnenen Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. 

Planende als Seismograph der Weiterbildung

Die Erfahrungen der Programmplanenden waren für die Forschungsfragen der Studie interessant, weil Programmplanende oft als „Seismographen“ für gesellschaftliche Entwicklungen fungieren und flexibel auf aktuelle Bedarfe reagieren können. Die Studie verdeutlicht jedoch ein Spannungsfeld: Während die interviewten Planenden das Thema Digitale Bildung für sehr bedeutsam halten, berichten sie von einer oft ablehnenden Haltung bei den Fachkräften in der Praxis. Dies spiegelt sich in einer Nachfrage wider, die von den Programmplanenden als mäßig und unbeständig eingeschätzt wird.

Warum digitale Angebote entstehen

Die Gründe für die Aufnahme digitaler Themen in die Programme sind vielfältig und oft durch gesellschaftliche Transformationsprozesse getrieben. Besonders die Corona-Pandemie beschleunigte den Ausbau der digitalen Infrastruktur in den Einrichtungen. Zudem orientieren sich viele Planende an neuen bildungspolitischen Vorgaben oder handeln aus der persönlichen Überzeugung heraus, dass Kinder auf den kompetenten Umgang mit digitalen Medien vorbereitet werden müssten.

Was wird gelernt und in welchem Format?

In der Angebotsentwicklung liegt der Fokus deutlich auf der direkten, pädagogischen Arbeit, wie etwa dem Einsatz von Tablets oder digitalen Portfolios im Kita-Alltag. Dabei wird meist ein didaktisch niedrigschwelliger und praxisorientierter Ansatz gewählt, um Berührungsängste abzubauen und die Relevanz des Themas im Alltag aufzuzeigen. Auffällig ist: Trotz des Themas digitale Bildung bevorzugen die Fachkräfte Präsenzveranstaltungen.

Weiterbildung als Augenöffner

Trotz anfänglicher Skepsis fallen die Rückmeldungen der pädagogischen Fachkräfte nach besuchten Veranstaltungen überwiegend positiv aus. Die Planenden berichten, dass Fortbildungen oft als „Augenöffner“ wirken: Wenn Fachkräfte merken, welche Möglichkeiten und pädagogischen Mehrwert digitale Medien bieten können, verändert sich die abwehrende Haltung oft und die Fachkräfte nähern sich dem Thema an. 

In Kürze

Als größte Herausforderung zeigt sich in den Interviews die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der realen Nachfrage: Während die Planenden Veranstaltungen zur digitalen Bildung als enorm wichtig einschätzen, berichten sie von ablehnenden Reaktionen und geringer Nachfrage der Fachkräfte in der Praxis. Als erfolgreiche Lösungsansätze plädieren die Programmplanenden für praxisnahe Angebote, die den Fokus auf die direkte Arbeit mit Kindern legen. Niedrigschwellige Kurzformate (z.B. Übungen zur Nutzung digitaler Medien) in Präsenz helfen dabei, Berührungsängste abzubauen. Entscheidend für den Erfolg sind zudem kompetente wie begeisternde Dozierende, die den pädagogischen Mehrwert alltagsnah vermitteln.


Autor:innen: Katharina Galuschka & Philipp Oberparleiter, WiFF

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